Rückenschmerzen und Wirbelsäulenprobleme

Rückenschmerzen – im Volksmund oft Kreuzschmerzen genannt – gelten als Volkskrankheit, denn bis zu 70% aller Erwachsenen leiden mindestens einmal im Leben unter schmerzhaften Beschwerden im Wirbelsäulenbereich. Oft verschwinden die Symptome – etwa nach Überbelastung – wieder. Doch wenn Rückenbeschwerden chronisch werden, schränkt dies im wahrsten Sinne des Wortes die Beweglichkeit stark ein. Unter Rückenschmerzen/Kreuzschmerzen/Wirbelsäulenproblemen werden oft die unterschiedlichsten Krankheitsbilder eingeordnet. Dahinter können sich verschiedenste Ursachen verbergen.

Welche Rückenschmerzen unterscheidet man?

Kreuzschmerzen können nach folgenden Kriterien beschrieben werden:

  • zeitlich: akut (dauern max. 6 Wochen an), subakut (länger als 6 Wochen), chronisch (mehr als 12 Wochen)
  • Häufigkeit: einmalig, wiederkehrend, anhaltend
  • Lokalisation: unterer Rücken (Lendenwirbelsäule, Kreuz- oder Steißbein), Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule
  • Ursache: spezifische Schmerzen mit einer klaren Ursache (Verletzung, Bandscheibenvorfall, …), unspezifisch

Welche Ursachen gibt es für Schmerzen an der Wirbelsäule?

Für Beschwerden am Rücken gibt es unterschiedlichste Ursachen. Meist spielen verschiedene Faktoren zusammen. Bei Rückenschmerzen kommt es zudem auch zu einem Ausstrahlen des Schmerzes in andere Körperpartien, was die Diagnose der Ursache erschwert.

Der häufigste Grund für Rückenbeschwerden sind Irritationen von Nerven, Degenerationen von Bandscheiben (z.B. Einquetschungen durch Wirbelkörper bei einem Bandscheibenvorfall), Verspannungen/Verkürzungen von Muskeln oder Überbeanspruchung. Auch generelle Abnutzungen, Fehlbildungen, Haltungsschäden und Verletzungen führen oft zu Problemen.

Eine sehr häufige Beschwerde ist der Ischiasschmerz. Der Ischiasnerv entspringt in der unteren Lendenwirbelsäule und führt in die Beine. Wird der Nerv – etwa durch einen Bandscheibenvorfall – an der Wurzel verletzt oder irritiert, so kommt es zu Schmerzen mit Ausstrahlung in die Beine.

Oftmals sind auch psychische Beschwerden der Auslöser für Rückenprobleme bzw. begünstigen diese. Hier kommt es teils zu starken Verspannungen, die zusätzlich durch eine veränderte Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung verstärkt werden.

Was können Sie gegen Rückenschmerzen tun?

Die Gründe für Rückenbeschwerden können sehr verschieden sein. Falls sich Ihre Schmerzen daher nicht innerhalb weniger Tage bessern, sollten Sie zur Diagnose unbedingt einen Orthopäden aufsuchen.

Grundsätzlich wird Wärme bei Kreuzschmerzen als lindernd empfunden. Dazu gehören warme Bäder oder Duschen, oft auch in Kombination mit entspannenden, ätherischen Ölen. Schmerzende Stellen können auch mit Wärmeflaschen, Kirschkernkissen oder Wärmepflastern gewärmt werden. Auch Massagen bringen meist Besserung, wobei hier nie die Wirbelsäule selbst sondern immer nur die umgebenden Muskeln behandelt werden sollten.

Schmerzen sind auch ein Warnsignal: Daher sollten Sie im Alltag möglichst vorbeugen. Lernen Sie richtig zu heben und tragen Sie Lasten immer gleichmäßig verteilt. Gezieltes Rückentraining in unterschiedlichsten Formen baut ebenfalls langfristig Rückenmuskulatur auf und beugt so gegen spätere Beschwerden vor.

Warum sollen Sie zum Orthopäden gehen?

Zur genauen Diagnose von Rückenschmerzen ist eine ausführliche Anamnese nötig. Es ist wichtig, spezifische Ursachen und Erkrankungen als Grund für die Beschwerden auszuschließen, bevor mit einer Schmerztherapie zur Linderung von Symptomen begonnen wird.

Die Fachärzte der Orthopädie Liesing nehmen sich gerne und fachkundig ihrer Rückenschmerzen an. Nach einer ausführlichen Diagnose werden sie gemeinsam mit Ihnen einen optimalen Therapieplan bzw. eine passende Schmerztherapie erarbeiten. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin!